B i e r - R e i s e d u r c h 5 K o n t i n e n t e
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Bremerhaven

Die zum Bundesland Bremen gehörende Stadt Bremerhaven hatte früher eine große Bedeutung als Ausgangspunkt für die Auswanderung. Das 1849 erbaute Auswandererhaus wurde 1891 von der Karlsburg Brauerei übernommen, die hier bis in die 1970er Jahre Bier braute. Danach erwarb der Bremer Senat das Gebäude und ließ es zur Hochschulnutzung umbauen.

> Karlsburg Brauerei, Karlsburg 12-14

Karlsburg Biergläser [21]

1891 als Aktienbrauerei gegründet. Das vorhandene Auswandererhaus wurde ab 1892 als Brauerei genutzt. Die hier gebrauten Biere trank man nicht nur an Land, sondern auch auf den Schiffen des Norddeutschen Lloyd und der Handelsmarine.

1922 erfolgt die Übernahme durch die Haake-Beck Braurei.

In den 1970er Jahren sank der Bierabsatz und so erfolgte 1974 die Stillegung.

Heute werden die architektonisch interessanten Gebäude von der Hochschule Bremerhaven genutzt.

Brauereigebäude 1904 [37] Wikimedia

Gebäudenutzung [37]:

  • 1849-1865 Auswandererhaus
  • 1865-1891 Leerstand und Kaserne
  • 1891-1974 Braubetrieb
  • 1979 Erwerb durch den Bremer Senat
  • 1985-heute Hochschule Bremerhaven
Etiketten A: Aktienbrauerei (1851-1957), B - E: Brauerei (1957-1973) [21]

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> Victoria Brauerei, Weserstrasse 192

Foto der Brauereigebäude aus dem Jahre 1994

Die Brauerei wurde 1879 in Wulsdorf gegründet, in den 1970er Jahren von der Berliner Kindl Brauerei übernommen und 1975 geschlossen.

Die letzten Besitzer waren die Familien Kloppenburg/ Walter.

1996 erfolgte der Abriß der Gebäude, da wegen der hohen Renovierungskosten kein Käufer gefunden werden konnte.

 

 

Gläser der Victoria Brauerei [21]

U.a. wurden folgende Biere gebraut:

- Victoria Pilsener

- Victoria Wappen Export

- Victoria Doppelbock

- Schöneberger Pils (nach Übernahme durch Kindl)

 

 

 

 

 

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> Speicher Gasthausbrauerei Koggenbräu, Van Ronzelen Straße 18

Speisekarte und Glaskrug [21]

Am 26.3.1994 öffnete die Gasthausbrauerei ihre Tore am alten Hafen zwischen Museumsschiffen, Columbus Center und Wesermündung. Die Kogge im Brauereiemblem passte perfekt in das Bild. Die kupfernen Braukessel als Blickfang im Brauhaus kamen aus Tschechien. Das naturtrübe Koggenbräu konnte man nicht nur in der Brauerei bei norddeutschen Speisen genießen, sondern auch in anderen ausgewählten Gaststätten gab es diese Bierspezialität. So brachte der Delme Report am 8. Juni 1994 eine ganzseitige Anzeige von der Delmenhorster Gaststätte "Ton Spieker", die dieses Bier in ihrer Gaststätte und in 2 Liter Flaschen für zuhause anbot [30]. 

2005 kam dann das Aus.

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Bis in die 1920er Jahre brauten im Ortsteil Lehe folgende Betriebe [7]:

 

 

- Tivoli Brauerei (Stresemannstrasse, 1850 von Joh. Ph. Etmer gegründet)

 

 

- Brauerei v. Harry Findorf

 

 

- Braun- und Weißbierbrauerei Joh. Kopp

 

 

- Brauerei v. Fritz Pape

Die Brauerei wurde bereits 1803 von Joh. Honold gegründet, weitere Inhaber waren Wilh. Hormann, Arthur Pape und Fritz Pape.

Aus der Zeit von Arthur Pape (1897-1914) stammt eine geprägte Bierflasche, die im Delmenhorster Museum für Industriekultur ausgestellt ist.

 

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© H. Frommeyer