B i e r - R e i s e d u r c h 5 K o n t i n e n t e
B i e r - R e i s e   d u r c h   5   K o n t i n e n t e

Bierkanne

In den 1890er Jahren erfand man in Deutschland spezielle Kannen aus Porzellan mit Nickelbeschlag, in denen Bier für den Hausgebrauch abgefüllt wurde. 1895 wurde in Berlin das Reichspatent Nr: 88333 erteilt.

Damaliger Slogan: "Kannenbier schmeckt wie frisch vom Fass"

Postkarte Kannenbierversand, um 1900 [21]

In Berlin wurde zunächst die "Kannenbier-Versand-Actien-Gesellschaft" gegründet, später folgten in vielen anderen Städten ähnliche Unternehmen wie z.B. die "Oberschl.-Kannenbier-Versandt-Gesellschaft".

Auch in den Benelux-Staaten und in England verbreiteten sich diese Biergefäße. In London gab es eine "Kannenbeer Ltd., die dort ihre eigenen Gefäße vertrieb.

Zwei Größen wurden angeboten: Eine 1/2 Liter Kanne und eine 1 Liter Kanne.

Ein bedeutender Hersteller dieser Porzellangefäße war Villeroy & Boch aus Mettlach, es gab aber auch "No-Name" Produkte.

1 Liter Kanne, im Museum ausgestellt

Die Kannen konnten per Postkarte bestellt werden und wurden dann per Handkarren oder per Pferdefuhrwerk ins Haus geliefert.

Um die Jahrhunderwende konnte man z.B. in Berlin heimische Lagerbiere, Tafelbiere oder Märzenbiere bestellen, außerdem Münchner- und Nürnberger Biere sowie Pilsener Urquell aus Tschechien.

Aufgeklebte Bauchetiketten wiesen auf den Kanneninhalt hin.

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© H. Frommeyer